Eine doula kann bei der Vorbereitung auf die Geburt eine wertvolle Hilfe sein

Von der Hebamme zur Doula

Warum ich als Doula arbeiten möchte?

Anders als in Deutschland gibt es in Finnland keine Beleghebammen. Ein guter Ersatz hierfür kann ein doula sein, die eine 1:1 Betreuung garantiert.

Für mich stand schon immer das Wohlbefinden der gebärenden Frau im Vordergrund. Durch die Arbeit im Kreißsaal wurde mir schnell klar, dass zu einem guten Geburtserlebnis eine 1:1 Betreuung durch eine professionelle Geburtsbegleitung gehört. Dies kann eine Hebamme, die im Krankenhaus angestellt ist jedoch nur in den seltensten Fällen leisten. Meist hat diese mehrere Frauen zur gleichen Zeit zu betreuen.

In Deutschland gibt es für Frauen deswegen die Möglichkeit, eine Beleghebamme zu wählen, die mit ihr zur Geburt ins Krankenhaus fährt, und dann nur für sie da ist. Auch die Geburt in einem Geburtshaus oder eine Hausgeburt stehen zur Auswahl. In Finnland gibt es leider nicht so viele Möglichkeiten. Daher stand mein Entschluss schnell fest, den Frauen als Doula zur Seite zu stehen.

Eine Doula bleibt immer an der Seite der Frau

Hebammen haben viel mehr Dinge zu tun, als "bloß" die Frau zu unterstützen. Sie überwachen die Herztöne des Kindes, dokumentieren den Fortschritt der Geburt, verabreichen Medikamente, kommunizieren mit Kolleginnen und anderen Fachgruppen, müssen ihre Pausen einhalten und haben meist mehrere Frauen und eventuell schon geborene Babys zu betreuen.

Und nicht zu vergessen, eine Hebamme geht nach Ende ihrer Schicht nach Hause. Wäre es nicht schön, eine schon bekannte Person dabei zu haben, der du vertraust, und die bleibt bis die Geburt geschafft ist?

Papa und Doula als super Team

Auch der werdende Papa profitiert von einer Doula. Sie kann ihm schon im vor der Geburt Tipps geben, was in welcher Phase der Geburt gut tut und während der Geburt auch immer wieder Anregungen geben wie der Vater nun helfen kann.

Auch für den Partner ist die Geburt eine anstrengende Sache. Zum Beispiel kontinuierliche Massagen und der Frau helfen im richtigen Atemrhythmus zu bleiben. Das alles wird leichter, wenn man sich auch mal abwechseln kann. Den Vater aus dem Geburtserlebnis zu verdrängen ist in keinem Fall das Ziel einer Doula.

Mit meiner Erfahrung als Hebamme wird außerdem der Druck genommen, den richtigen Zeitpunkt für den Aufbruch ins Krankenhaus zu verpassen.

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